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7. September 2026

Was Amerikaner für Longevity und Wellness ausgeben: die Zahlen 2026

Die Patienten eines US-Telehealth-Portals sitzen in den USA. Was zählt, ist deshalb, was Amerikaner für Gesundheit, Prävention und Longevity aus eigener Tasche ausgeben, und was sie dafür bekommen. Drei Quellen aus dem Jahr 2026 geben Auskunft: eine Branchenstatistik, eine Verbraucherbefragung und die Preislisten der Anbieter. Die Zahlen beschreiben einen Markt. Sie sagen nichts darüber, was ein einzelnes Portal verdient.

Stand: 7. September 2026

Die Summe

Das Global Wellness Institute beziffert die Wellness-Wirtschaft der USA 2026 auf 2,1 Billionen US-Dollar, darin alles von Ernährung über Fitness bis zu Präventivmedizin und Ästhetik. McKinsey misst enger und kommt auf mehr als 500 Milliarden US-Dollar jährliche Wellness-Ausgaben der Verbraucher mit einem Wachstum von 4 bis 5 Prozent im Jahr. Beide Zahlen messen Verschiedenes, beide zeigen dieselbe Richtung.

Pro Kopf

Nach der Statistik des Global Wellness Institute geben Amerikaner im Schnitt rund 6.300 US-Dollar je Person und Jahr für Wellness aus. Longevity-, Hormon- und Präventionsleistungen sind dabei fast ausschließlich Selbstzahlerleistungen, meist als Mitgliedschaft oder Programm, nicht über die Krankenversicherung.

Die Haltung

McKinsey befragte für die Studie Future of Wellness mehr als 9.000 Verbraucher in den USA, China, Deutschland und Großbritannien. 82 Prozent der US-Verbraucher nennen Wellness eine wichtige oder die wichtigste Priorität. 70 Prozent der Befragten in den USA und Großbritannien geben ein wachsendes Interesse an Produkten für gesundes Altern und Longevity an. Und in einem Abschwung würden US-Verbraucher eher bei Kleidung, Unterhaltung und Wohnen sparen als bei Wellness.

Was Longevity-Angebote in den USA kosten

Die Preisliste zeigt, wie breit der Markt ist. Eine landesweite Mitgliedschaft für Bluttests mit mehr als hundert Biomarkern, Auswertung und Folgetest kostet seit 2026 365 US-Dollar im Jahr, vorher 499. Diagnostik-Kliniken mit Bildgebung, Genomik und ärztlicher Auswertung nehmen für ein Jahresprogramm 6.500 bis 21.500 US-Dollar, einzelne Anbieter mehr als 150.000. Dazwischen liegt der Telehealth-Direktvertrieb: Programme für Männergesundheit mit Labor, Arzt und Medikament 99 bis 250 US-Dollar im Monat, Mitgliedschaften 25 oder 155 US-Dollar im Monat zuzüglich Medikamente, ein Biomarker-Panel mit Arztgespräch rund 399 US-Dollar, ein Bluttest mit Beratung als Einstieg 65 US-Dollar (Anbieterangaben, Stand 2026).

Der Direktvertrieb wächst

Der Direktvertrieb von Telehealth mit Medikamenten in den USA lag 2025 bei 4,3 Milliarden US-Dollar, für 2026 werden 5,1 Milliarden erwartet, für 2035 14,4 Milliarden, ein Wachstum von 12,3 Prozent im Jahr (Global Market Insights). Das größte Verbraucherunternehmen der Branche steigerte seinen Umsatz ohne nachgebaute Abnehmpräparate 2025 um 43 Prozent auf rund 1,2 Milliarden US-Dollar (Geschäftsbericht, über Fierce Healthcare). Suchanfragen nach „longevity clinic“ stiegen von 660 im Oktober 2025 auf 20.100 im September 2026 (Google-Suchvolumen, geschätzt).

Und zu Hause

Für einen Unternehmer aus dem deutschsprachigen Raum ist nur eines an den heimischen Zahlen wichtig: Das Thema ist auch hier angekommen. Suchanfragen nach „longevity“ in Deutschland haben sich seit Oktober 2025 auf 33.100 im Monat verdreifacht, Gutverdiener geben laut AXA im Schnitt 15.300 Euro im Jahr aus. Das Geschäft mit diesen Menschen machen Privatkliniken vor Ort. Das Geschäft mit den amerikanischen Patienten steht offen, siehe Longevity als Geschäftsfeld und Telehealth in den USA.