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Ihr Unternehmen

Longevity als Geschäftsfeld: wer verdient, womit, und wo

Longevity ist der Markt für Medizin und Betreuung mit dem Ziel eines langen, gesunden Lebens: Diagnostik, Hormontherapie, Prävention, Nahrungsergänzung, Coaching. In Deutschland ist er ein Markt aus Privatkliniken und Praxen vor Ort. In den USA ist er zusätzlich ein Onlinemarkt mit Direktvertrieb an Patienten. Diese Seite zeigt, wo das Geld verdient wird, und mit welchem Aufbau ein Unternehmer aus dem deutschsprachigen Raum daran teilnimmt.

Stand: 7. September 2026

Wie groß ist die Nachfrage?

In Deutschland stiegen die Suchanfragen nach „longevity“ von 9.900 im Oktober 2025 auf 33.100 im September 2026. Österreich kam im selben Monat auf 4.400, die Schweiz auf 3.600, zusammen 41.100 (Google-Suchvolumen, geschätzt, Stand September 2026).

In den USA stiegen die Suchanfragen nach „longevity clinic“ von 660 im Oktober 2025 auf 20.100 im September 2026, mit einem Sprung im April 2026. „Longevity“ lag dort im September 2026 bei 60.500 Anfragen im Monat. Beides sind Suchanfragen, keine Marktgrößen.

Zwei Befragungen ergänzen das Bild. Die AXA Longevity Mindset Study 2026 befragte im März 2026 in Deutschland 272 Personen aus den obersten zehn Prozent der Einkommen: 15.300 Euro geben sie im Schnitt jährlich für Longevity aus, 94 Prozent haben im Vorjahr investiert, 68 Prozent wollen mehr ausgeben. DAK und Forsa befragten im August 2026 1.043 Personen: 69 Prozent sehen in Longevity Potenzial für mehr gesunde Lebensjahre, die Hälfte kannte den Begriff vorher nicht. Beide Zahlen beschreiben den Markt, nicht das Einkommen eines Anbieters.

Wer verdient in diesem Markt?

AnbietertypWoWomitPreise, belegt
Longevity-Kliniken und PrivatpraxenDeutschland, Schweiz, stationärCheck-ups, Bildgebung, Jahresprogramme, InfusionenCheck-ups 1.500 bis 8.000 Euro, Jahresprogramme 5.000 bis 25.000 Euro (Anbieterangaben und Vergleichsportale, 2026)
Telehealth-Anbieter im DirektvertriebUSA, onlineBluttest, Video-Konsultation, Behandlung nach Hause, MitgliedschaftMännergesundheit 99 bis 250 US-Dollar im Monat, Biomarker-Panel rund 399 US-Dollar, Mitgliedschaften 25 oder 155 US-Dollar im Monat (Anbieterangaben, September 2026)
NahrungsergänzungüberallSupplements, oft als Zusatz zu Programmenrezeptfrei, Preise je Produkt
Coaches und Creatordeutschsprachiger RaumCoaching, Kurse, Affiliateohne Behandlung, ohne Ärzte

Der US-Direktvertrieb von Telehealth mit Medikamenten lag 2025 bei 4,3 Milliarden US-Dollar. Fünf Anbieter halten 70 Prozent davon, der Rest verteilt sich auf Hunderte kleiner Unternehmen (Global Market Insights). Das größte Verbraucherunternehmen im Markt, Hims and Hers, setzte 2025 rund 2,35 Milliarden US-Dollar um. Davon entfielen rund 725 Millionen auf Gewichtsmanagement, überwiegend mit nachgebauten Präparaten, die die Behörde inzwischen beendet hat. Der Umsatz ohne diese Präparate wuchs um 43 Prozent auf rund 1,2 Milliarden (Geschäftsberichte, über Fierce Healthcare und STAT). Das ist der Teil des Marktes, um den es hier geht.

Warum das Onlinemodell in Deutschland nicht existiert

Die Ergebnisseite für „longevity klinik“ in Deutschland zeigt Privatkliniken, Privatpraxen und zwei Vergleichsportale, alle mit Standort (SERP-Abruf 06.09.2026). Das telemedizinische Modell mit Bluttest, Video-Konsultation und Versand nach Hause gibt es hier für Longevity praktisch nicht. Die Gründe liegen im Recht: Fernbehandlung, Versand verschreibungspflichtiger Präparate und Werbung für Behandlungen sind in Deutschland enger geregelt als in den USA.

Wer diesen Markt kennt und skalieren will, findet in Europa kein Vehikel. In den USA gibt es es, und es ist seit Jahren erprobt.

Wie ein Unternehmer ohne Arzttitel einsteigt

In den USA trennt das Recht das Geschäft von der Medizin. Eine Managementgesellschaft besitzt Marke, Portal und Kundenbeziehung und führt Marketing, Betrieb und Abrechnung. Eine Ärztegesellschaft im Eigentum lizenzierter Ärzte behandelt und verordnet. Beide sind über einen Managementvertrag verbunden. Der Unternehmer besitzt die Managementgesellschaft und muss kein Arzt sein. Wie das im Einzelnen funktioniert, steht auf der Seite Managementgesellschaft und Ärztegesellschaft.

Dazu braucht er ein Portal, ein Ärztenetzwerk, eine Apotheke und die Zertifizierung, die Google, Meta und Zahlungsdienstleister verlangen, siehe LegitScript-Zertifizierung. Fünf Baustellen, jede einzeln lösbar, zusammen der Grund, warum die meisten es nicht versuchen. Wir liefern alle fünf als ein Unternehmen, siehe Pakete. Was ein solches Portal einbringt, mit Preisen, Kosten je Patient und drei Szenarien, steht auf der Seite Was ein Telehealth-Portal einbringt.

Worauf das Geschäft gebaut ist

Auf zugelassene Wirkstoffe, Diagnostik und Betreuung. Das ist der Teil des Marktes, der 2025 um 43 Prozent gewachsen ist, und der Teil, den ein zertifiziertes Portal ohne Einschränkung bewerben und abrechnen darf. Die Regeln dahinter stehen auf der Seite Telehealth in den USA.

Der Markt in Zahlen, als Report

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