Zum Inhalt springen

Ihr Unternehmen

Telehealth in den USA: wie der Markt funktioniert

Telehealth ist die ärztliche Versorgung über das Internet: Fragebogen, Video oder Telefon, elektronische Verordnung, Versand der Medikamente nach Hause. In den USA ist daraus ein eigener Markt mit Direktvertrieb an Patienten entstanden, der 2025 bei 4,3 Milliarden US-Dollar lag (Global Market Insights). Diese Seite erklärt den Ablauf, die Anbieter, die Preise und die Regeln, die ein Betreiber kennen muss.

Stand: 7. September 2026

Was versteht man unter Telemedizin?

Telemedizin ist die Behandlung durch einen Arzt, ohne dass Patient und Arzt im selben Raum sind. In den USA umfasst das die Aufnahme über einen medizinischen Fragebogen, die Prüfung durch einen lizenzierten Arzt, bei Bedarf ein Video- oder Telefongespräch, die elektronische Verordnung an eine Apotheke und den Versand. Der Patient sieht seinen Arzt nie persönlich, und das ist für viele Behandlungen erlaubt.

Wie funktioniert die Telemedizin im Direktvertrieb?

Der Ablauf hat sich bei den großen Anbietern auf fünf Schritte eingespielt.

  1. Der Patient findet das Portal über Werbung oder Suche und wählt ein Programm, etwa Männergesundheit oder Hormontherapie in den Wechseljahren.
  2. Er beantwortet einen medizinischen Fragebogen und bestellt, wo nötig, einen Bluttest. Die Abnahme läuft über Labornetze mit tausenden Standorten.
  3. Ein lizenzierter Arzt prüft Fragebogen und Laborwerte. Bei kontrollierten Wirkstoffen wie Testosteron ist ein Video- oder Telefonkontakt vorgeschrieben.
  4. Der Arzt verordnet elektronisch, eine lizenzierte Apotheke liefert nach Hause.
  5. Der Patient bleibt im Programm: Kontrollen, Nachbestellungen, Anpassungen. Aus dem Erstkontakt wird ein Abonnement.

Diese Struktur ist der Grund, warum die Anbieter Mitgliedschaften verkaufen und keine Einzelleistungen.

Wer sind die Anbieter?

Der Markt hat zwei Modelle. Das Versicherermodell rechnet mit Krankenversicherungen und Arbeitgebern ab; der größte Anbieter dieses Typs, Teladoc, setzte 2025 rund 2,53 Milliarden US-Dollar um und verlor zwei Prozent. Das Verbrauchermodell verkauft direkt an Selbstzahler; der größte Anbieter, Hims and Hers, setzte 2025 rund 2,35 Milliarden um, 59 Prozent mehr als im Vorjahr, mit über 2,5 Millionen Abonnenten. Rund 725 Millionen davon kamen aus Gewichtsmanagement mit nachgebauten Präparaten, der Umsatz ohne diese Präparate wuchs um 43 Prozent auf 1,2 Milliarden (Geschäftsberichte, über Fierce Healthcare und STAT).

Fünf Anbieter halten 70 Prozent des Direktvertriebs. Der Rest verteilt sich auf Hunderte kleiner Marken, viele davon spezialisiert: Männergesundheit, Frauen in den Wechseljahren, Haar, Longevity im engeren Sinn.

Was kostet Telemedizin für den Patienten?

Im Direktvertrieb zahlt der Patient selbst. Belegte Preise, Stand September 2026 (Anbieterangaben): Programme für Männergesundheit 99 bis 250 US-Dollar im Monat inklusive Betreuung, Longevity-Einstiege ab rund 85 US-Dollar, ein Biomarker-Panel mit Arztgespräch rund 399 US-Dollar, Mitgliedschaften bei einem bekannten Anbieter 25 oder 155 US-Dollar im Monat zuzüglich Medikamente. Ein Bluttest mit Beratung als Einstieg kostet dort 65 US-Dollar.

Wie wird Telemedizin abgerechnet?

Im Verbrauchermodell läuft die Abrechnung über Kartenzahlung und Mitgliedschaft. Zwei Regeln bestimmen den Aufbau. Erstens trennen die Bundesstaaten das Geschäft von der Medizin: Die ärztliche Leistung erbringt eine Ärztegesellschaft, die Marke führt eine Managementgesellschaft, und in welcher Form Geld zwischen beiden fließt, regelt der Bundesstaat, siehe Managementgesellschaft und Ärztegesellschaft. Zweitens nehmen große Zahlungsdienstleister keine Zahlungen für verschreibungspflichtige Medikamente an. Das Medikament rechnet deshalb die Apotheke ab, das Portal rechnet Programm und Betreuung ab.

Welche Regeln gelten?

Ärzte brauchen eine Lizenz in jedem Bundesstaat, in dem ihre Patienten sitzen. Apotheken brauchen die Lizenz des Bundesstaats, in den sie liefern. Die Verordnung läuft über zertifizierte elektronische Netze.

Kontrollierte Wirkstoffe, darunter Testosteron, dürfen per Telemedizin verordnet werden, weil eine Bundesregelung das erlaubt. Sie gilt vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2026, eine Dauerregelung ist vorgeschlagen (HHS und DEA, Federal Register).

Werbung bei Google und Meta und die Abwicklung über Visa und Mastercard verlangen für Telemedizin-Anbieter eine Zertifizierung durch die Prüfstelle LegitScript, siehe LegitScript-Zertifizierung.

Zugelassene Wirkstoffe, Diagnostik und Betreuung darf ein zertifiziertes Portal ohne Einschränkung bewerben und abrechnen. Nachgebaute Präparate aus Apothekenherstellung nicht mehr, die Behörde hat das 2025 und 2026 beendet. Deshalb führen die Portale, die wir aufbauen, nur zugelassene Wirkstoffe.

Häufige Fragen

Was versteht man unter Telemedizin?

Die ärztliche Behandlung über das Internet, ohne persönlichen Kontakt: Fragebogen, Video oder Telefon, elektronische Verordnung, Versand der Medikamente. In den USA für viele Behandlungen erlaubt.

Wie funktioniert die Telemedizin?

In fünf Schritten: Programm wählen, Fragebogen und Bluttest, ärztliche Prüfung mit Video bei bestimmten Wirkstoffen, elektronische Verordnung und Lieferung, laufende Betreuung im Abonnement.

Wie wird Telemedizin abgerechnet?

Im Direktvertrieb per Kartenzahlung und Mitgliedschaft. Die ärztliche Leistung rechnet die Ärztegesellschaft ab, das Medikament die Apotheke, Programm und Betreuung das Portal. Die genaue Aufteilung legt der Bundesstaat fest.

Was kostet Telemedizin?

Für den Patienten im Direktvertrieb je nach Programm 25 bis 250 US-Dollar im Monat zuzüglich Medikamente, ein Biomarker-Panel rund 399 US-Dollar, Stand September 2026 nach Anbieterangaben.

Ein eigenes Portal in diesem Markt

US-Gesellschaft, gebrandetes Portal, Ärztenetzwerk, Apotheke, Zertifizierung, aus einer Hand und in Ihrem Eigentum. Welche Programme Ihr Portal führen kann, steht unter Programme.