Was ist eine Managementgesellschaft?
Die Managementgesellschaft, in den USA Management Services Organization oder MSO genannt, ist das Unternehmen, das alles Nicht-Medizinische tut. Sie besitzt Marke, Domain, Portal und Kundenbeziehung, führt Marketing, Technik, Terminverwaltung und Abrechnung und stellt der Ärztegesellschaft diese Leistungen gegen eine Gebühr zur Verfügung. Sie behandelt nicht, sie verordnet nicht, sie sieht keine Befunde. Ihre Firma ist diese Gesellschaft.
Was ist eine Ärztegesellschaft?
Die Ärztegesellschaft, meist eine Professional Corporation, gehört lizenzierten Ärzten. Sie behandelt, verordnet und trägt die medizinische Verantwortung. Ihre Ärzte müssen in jedem Bundesstaat zugelassen sein, in dem Patienten sitzen. In der Praxis stellen Ärztenetzwerke diese Gesellschaft, mit Ärzten in allen Bundesstaaten, und bedienen damit viele Marken zugleich. Ein einzelnes Portal braucht also keine eigene Ärztegesellschaft, es bindet sich an eine an.
Was regelt der Managementvertrag?
Der Managementvertrag verbindet beide Gesellschaften. Er legt fest, welche Leistungen die Managementgesellschaft erbringt, was die Ärztegesellschaft dafür zahlt, und dass keine Seite in die Zuständigkeit der anderen eingreift: Die Managementgesellschaft trifft keine medizinischen Entscheidungen, die Ärztegesellschaft führt kein Marketing. Dieser Vertrag ist das Dokument, das die Trennung belegt, wenn eine Behörde fragt.
Wie fließt das Geld?
Das hängt vom Bundesstaat ab, und hier liegt der Punkt, den Prospekte gern überspringen. Zwei Modelle sind üblich. Im ersten zahlt der Patient der Marke eine Mitgliedschaft für Portal, Betreuung und Programm und der Ärztegesellschaft getrennt die ärztliche Leistung. Im zweiten nimmt die Ärztegesellschaft alles ein und zahlt der Managementgesellschaft eine feste, vorab vereinbarte Gebühr für ihre Leistungen. Bundesstaaten wie New York und Kalifornien verlangen das zweite Modell und untersagen Gebühren, die als Anteil am ärztlichen Umsatz berechnet werden; das gilt dort als unzulässige Teilung ärztlicher Honorare (Übersichten der Kanzleien Holt Law und Guardian Medical Direction, 2026).
Für Sie als Betreiber heißt das: Welches Modell Ihr Portal nutzt, richtet sich nach den Bundesstaaten, in denen es Patienten aufnimmt, und wird mit dem Ärztenetzwerk im White-Label-Vertrag festgelegt. Das Medikament selbst rechnet in beiden Modellen die Apotheke ab, weil große Zahlungsdienstleister keine Zahlungen für verschreibungspflichtige Präparate annehmen.
Was Ihre Firma tut und was nicht
| Aufgabe | Ihre Managementgesellschaft | Ärztegesellschaft | Apotheke |
|---|---|---|---|
| Marke, Domain, Portal | ja | nein | nein |
| Werbung und Patientengewinnung | ja | nein | nein |
| Fragebogen prüfen, behandeln, verordnen | nein | ja | nein |
| Befunde und Gesundheitsdaten sehen | nein | ja | nur die Verordnung |
| Medikament liefern und abrechnen | nein | nein | ja |
| Programme, Preise, Bundesstaaten festlegen | ja, im Rahmen des Vertrags | medizinische Freigabe | nein |
| Haftung | für Marke, Marketing, Betrieb | für die Behandlung | für die Abgabe |
Was passiert, wenn die Trennung fehlt
Ein Unternehmen, das die Trennung nicht sauber aufsetzt, riskiert in strengen Bundesstaaten die Untersagung des Betriebs, und Ärzte, die für ein solches Unternehmen arbeiten, riskieren ihre Lizenz. Deshalb steht der Managementvertrag bei uns am Anfang, nicht am Ende. Er ist einer der sieben rechtlichen Bausteine, die wir für jedes Portal aufsetzen, siehe den Abschnitt zur rechtlichen Absicherung auf der Startseite.
Jede Rolle registriert, lizenziert oder zertifiziert
Wir setzen die Managementgesellschaft, den Managementvertrag, die Anbindung an Ärzte und Apotheke und die Zertifizierung für Sie auf, bevor der erste Patient kommt. Wie das Woche für Woche abläuft, steht unter Ablauf.
