Wer verlangt die Zertifizierung?
Google verlangt sie für Anzeigen von Telemedizin-Anbietern und Online-Apotheken in den USA. Meta stellt für Werbung zu verschreibungspflichtigen Medikamenten und Telehealth eine vergleichbare Anforderung. Visa und Mastercard verlangen sie für Händler in bestimmten Gesundheitskategorien, und Zahlungsdienstleister und Sponsorbanken stützen sich darauf (LegitScript, Karpa Health, MyOrbitHealth, 2026). Gesetzlich vorgeschrieben ist sie nicht. Ein Portal kann ohne sie online gehen, es kann nur nicht werben.
Was kostet die Zertifizierung?
Die Antragsgebühr beträgt 975 US-Dollar einmalig und wird nicht erstattet. Die jährliche Zertifizierungsgebühr beträgt 2.150 US-Dollar. Das erste Jahr kostet damit rund 3.125 US-Dollar. Jede Domain braucht eine eigene Zertifizierung. Eine beschleunigte Bearbeitung, bei der die Prüfung binnen zwei Werktagen beginnt, kostet rund 2.500 US-Dollar zusätzlich (Angaben von LegitScript und Fachquellen, Stand September 2026).
Wie lange dauert sie?
Die eigentliche Prüfung dauert nach mehreren Quellen vier bis zehn Wochen. Von Antrag bis Zertifikat brauchen die meisten Unternehmen zwei bis vier Monate, weil Rückfragen und Nachbesserungen Zeit kosten. Läuft eine Marke unter einer bereits zertifizierten Plattform, ist sie typischerweise in vierzehn Tagen oder weniger live. LegitScript selbst veröffentlicht keine Bearbeitungszeit.
Der Antrag setzt eine eingetragene Gesellschaft voraus. Ohne Gründungsurkunde nimmt die Prüfstelle nichts an, und sie prüft die tatsächlich erreichbare Website. Deshalb geht bei uns eine schlanke, vollständig regelkonforme Fassung des Portals früh online, und der Antrag läuft, während der Ausbau weitergeht. Nach außen nennen wir acht bis zwölf Wochen, siehe Ablauf.
Was die Prüfstelle sehen will
Gründungsurkunden und Angaben zu den Eigentümern. Nachweis lizenzierter Verschreiber in allen Bundesstaaten, in denen das Portal Patienten aufnimmt. Datenschutzerklärung, Nutzungsbedingungen und ein deutlicher Hinweis auf die Rezeptpflicht. Verträge zum Schutz von Patientendaten mit allen Dienstleistern. Namen und Lizenzen der Apotheken. Prozesse für Rücksendung, Beschwerde und die Meldung unerwünschter Ereignisse.
Woran Anträge scheitern
Die häufigsten Gründe sind ein fehlender Hinweis auf die Rezeptpflicht, eine lückenhafte Datenschutzerklärung, fehlende Verträge für Patientendaten, eine nicht dokumentierte Herkunft der Medikamente und Werbeaussagen, die nahelegen, es brauche kein Rezept. Alles davon ist im Portal selbst angelegt. Deshalb bauen wir es einmal korrekt in die Vorlage, aus der jedes Portal entsteht. Was einmal besteht, besteht bei jedem Kunden.
Antrag und Begleitung sind im Paket
Wir stellen den Antrag, sobald Ihre Gesellschaft eingetragen und die Grundfassung des Portals online ist, und begleiten ihn bis zur Erteilung. In Standard und Premium ist die beschleunigte Bearbeitung enthalten. Details unter Pakete.
