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Franchise-Unternehmen: was Sie bekommen, was es kostet, was Ihnen gehört

Ein Franchise-Unternehmen ist ein Betrieb, den ein selbstständiger Unternehmer unter der Marke und nach dem System eines anderen führt. Der Franchisegeber liefert Marke, Konzept, Einkauf und Schulung. Der Franchisenehmer zahlt dafür eine Eintrittsgebühr und einen laufenden Anteil seines Umsatzes. Diese Seite erklärt, wie das System funktioniert und was es kostet. Und sie zeigt, warum ein fertig aufgebautes Geschäft, das nach der Übergabe Ihnen gehört, in den Punkten besser abschneidet, auf die es ankommt.

Stand: 9. September 2026

Wie funktioniert das Franchise-System?

Das Franchise-System ist ein Vertrag zwischen zwei selbstständigen Unternehmen. Der Franchisegeber hat ein Geschäftsmodell entwickelt und erprobt. Er vergibt das Recht, dieses Modell an einem Standort oder in einem Gebiet zu betreiben. Der Franchisenehmer gründet dafür sein eigenes Unternehmen, investiert eigenes Kapital und trägt das Risiko des Betriebs.

Im Gegenzug bekommt er ein Paket, das er allein nicht hätte: eine bekannte Marke, ein Handbuch für jeden Ablauf, Einkaufskonditionen, Werbung auf Systemebene und einen Ansprechpartner, der das Geschäft schon hundertfach hat starten sehen. Der Deutsche Franchiseverband beschreibt das als Partnerschaft auf Zeit: Der Vertrag läuft über Jahre, danach wird verlängert oder beendet.

Das Entscheidende steht im Kleingedruckten. Die Marke bleibt beim Franchisegeber. Der Franchisenehmer darf sie nutzen, so lange der Vertrag läuft. Endet er, endet auch das Geschäft unter diesem Namen. Der Franchisenehmer hat dann jahrelang eine Marke bekannt gemacht, die er nicht mitnehmen kann.

Was kostet ein Franchise?

Ein Franchise kostet eine Eintrittsgebühr zu Beginn und laufende Gebühren während der gesamten Laufzeit. Die laufende Gebühr liegt nach Angaben des Deutschen Franchiseverbands und der Franchise-Portale zwischen 1 und 15 Prozent des Nettoumsatzes, häufig zwischen 3 und 10 Prozent. Laut der Statistik des Verbands für 2022 verlangen 29 Prozent der Systeme stattdessen eine feste Monatsgebühr.

Die Eintrittsgebühr hängt von der Branche ab. Das Portal franchiseportal.de nennt für die Gastronomie im Schnitt 3.000 Euro, für Systeme im Immobilienbereich rund 20.000 Euro. Dazu kommen die eigentlichen Investitionen: Ladenbau, Ausstattung, Warenlager, Personal. Die Gebühr ist meist der kleinere Teil.

PostenWas üblich istQuelle
EintrittsgebührGastronomie im Schnitt 3.000 Euro, Immobilien rund 20.000 Eurofranchiseportal.de, Stand 2026
Laufende Gebühr1 bis 15 Prozent vom Nettoumsatz, häufig 3 bis 10Deutscher Franchiseverband, deutschland-startet.de
Feste Monatsgebühr statt Umsatzanteilbei 29 Prozent der SystemeDFV-Statistik 2022
Werbebeitragzusätzlich, oft als weiterer Prozentsatzfranchiseverband.com

Die Rechnung, die kaum ein Prospekt zeigt: Bei 10.000 Euro Monatsumsatz und einer laufenden Gebühr von 8 Prozent gehen 800 Euro im Monat an den Franchisegeber, also 9.600 Euro im Jahr. Über zehn Jahre sind das 96.000 Euro für die Nutzung einer Marke, die am Ende nicht Ihnen gehört. Der Monatsumsatz ist hier eine Annahme zur Veranschaulichung, keine Prognose.

Der Anteil wächst mit. Verdoppelt der Betrieb seinen Umsatz auf 20.000 Euro im Monat, verdoppelt sich die Gebühr auf 19.200 Euro im Jahr, ohne dass der Franchisegeber mehr leistet als vorher. Wer gut arbeitet, zahlt mehr für dasselbe Paket.

Der Punkt, an dem sich die Wege trennen

Beim Franchise mieten Sie ein Geschäftsmodell. Sie zahlen einen Anteil Ihres Umsatzes, halten sich an Vorgaben zu Sortiment, Preisen und Gestaltung, und geben die Marke am Vertragsende zurück. Was bleibt, sind Ihre Erfahrung und Ihre Kunden, soweit der Vertrag Ihnen die überhaupt lässt.

Es geht auch anders. Ein Anbieter baut das Unternehmen fertig auf und übergibt es. Danach gehören Gesellschaft, Marke, Domain und Kundendaten dem Käufer. Statt eines Umsatzanteils zahlt er eine feste Gebühr für Technik und Compliance, die gleich bleibt, ob der Betrieb 5.000 oder 50.000 Euro im Monat macht. Kein Gebiet, keine Preisvorgabe, kein Vertragsende, an dem das Geschäft unter diesem Namen aufhört.

Das ist unser Modell, und es schlägt das Franchise in vier von fünf Punkten, die einen Betrieb über Jahre prägen.

KriteriumFertiges Geschäft mit EigentumFranchise
Wem gehört die MarkeIhnen, dauerhaftdem Franchisegeber, Nutzung auf Zeit
Laufende Zahlungfeste Gebühr für Betrieb und Compliance, unabhängig vom UmsatzAnteil vom Umsatz, meist 3 bis 10 Prozent, steigt mit dem Erfolg
Vorgaben im BetriebRechtsrahmen des Marktes, keine Vorgaben des AnbietersSortiment, Preise, Gestaltung, Gebiet
Ende des VertragsSie führen weiter, mit oder ohne AnbieterGeschäft endet unter dieser Marke
Erprobtes Modell zum Startja, aufgebaut und übergebenja, das ist die Stärke des Franchise

Der fünfte Punkt geht unentschieden aus, und das ist der ehrliche Teil: Ein eingeführtes Franchise bringt eine Marke mit, die Kunden bereits kennen. Wer eine Bäckerei in einer deutschen Fußgängerzone eröffnet, hat davon etwas. Im US-Longevity-Markt gibt es diese Marke nicht zu mieten, weil kein System sie anbietet.

Was das im Longevity-Markt bedeutet

Longevity, also Medizin und Betreuung für ein langes, gesundes Leben, ist in den USA ein Markt mit Direktvertrieb an Patienten: Bluttest, ärztliche Konsultation per Video, Behandlung nach Hause, monatliche Mitgliedschaft. Der Direktvertrieb von Telehealth mit Medikamenten lag dort 2025 bei 4,3 Milliarden US-Dollar (Global Market Insights). Suchanfragen nach „longevity clinic“ stiegen von 660 im Oktober 2025 auf 20.100 im September 2026 (Google-Suchvolumen, geschätzt).

Ein Unternehmer aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz kommt an diesen Markt nicht über ein Franchise. Es gibt keines. Er kommt hinein, indem jemand ihm das Unternehmen baut: vollständige administrative Gründung seiner US-Gesellschaft, Portal unter eigener Marke, angebundene Ärzte und Apotheke, Zertifizierung. Vier Wochen bis zur Übergabe des Portals, acht bis zwölf Wochen bis zur Zertifizierung.

Was das kostet, steht offen auf der Seite: 14.900 bis 29.900 Euro einmalig, je nach Paket, dazu 1.250 Euro Hosting im Jahr und 250 Euro im Monat für die Compliance-Überwachung. Zusammen 4.250 Euro im Jahr, fest. Der Franchisenehmer aus der Rechnung oben zahlt im selben Jahr 9.600 Euro, und im nächsten mehr, wenn sein Geschäft besser läuft.

Wie das Geschäft im Einzelnen funktioniert, steht auf der Seite Longevity als Geschäftsfeld. Warum dafür kein Arzttitel nötig ist, erklärt die Seite zur Managementgesellschaft und Ärztegesellschaft. Was ein solches Portal einbringen kann, rechnet die Rechnung mit offenen Annahmen vor.

Häufige Fragen

Was versteht man unter Franchise?

Franchise ist ein Vertriebssystem, bei dem ein Unternehmen (Franchisegeber) selbstständigen Partnern (Franchisenehmern) das Recht gibt, sein Geschäftsmodell unter seiner Marke zu betreiben. Der Partner zahlt dafür Gebühren und hält sich an die Vorgaben des Systems.

Wie funktioniert das Franchise-System?

Der Franchisegeber liefert Marke, Handbuch, Schulung und Einkauf. Der Franchisenehmer gründet ein eigenes Unternehmen, investiert selbst und führt den Betrieb nach den Vorgaben. Er zahlt eine Eintrittsgebühr und laufend einen Anteil seines Umsatzes oder eine feste Monatsgebühr. Der Vertrag läuft über eine feste Zeit.

Was kostet ein Franchise laufend?

Zwischen 1 und 15 Prozent des Nettoumsatzes, häufig zwischen 3 und 10 Prozent, dazu oft ein Werbebeitrag. 29 Prozent der Systeme nehmen stattdessen eine feste Monatsgebühr (DFV-Statistik 2022). Der Umsatzanteil wird fällig, ob das Jahr gut oder schlecht war.

Gibt es ein Franchise im Longevity-Bereich?

Im deutschsprachigen Raum ist uns keines bekannt, das Europäern ein Telehealth-Geschäft in den USA anbietet. Wir bauen dieses Unternehmen stattdessen auf und übergeben es ins Eigentum des Kunden, ohne Umsatzanteil und ohne Laufzeit.

Was ist besser: Franchise oder ein eigenes Unternehmen?

Für einen Betrieb mit Laufkundschaft und einer Marke, die Kunden schon kennen, hat ein Franchise seinen Wert. Wer dagegen ein Geschäft aufbauen will, das ihm gehört, dessen Preise er selbst setzt und dessen Wert bei ihm bleibt, fährt mit einem fertig aufgebauten eigenen Unternehmen besser. Die drei Wege im Vergleich stehen auf der Seite Unternehmen kaufen.

Ein Unternehmen, das Ihnen gehört

Wir bauen Unternehmern aus dem deutschsprachigen Raum ein eigenes Longevity-Unternehmen in den USA auf: vollständige administrative Gründung Ihrer US-Gesellschaft, Telehealth-Portal unter Ihrer Marke, Ärztenetzwerk, Apotheke, Zertifizierung. Ohne Umsatzanteil, ohne Vertragsende, ohne Gebietsvorgabe. In dreißig Minuten wissen Sie, ob das Modell zu Ihnen passt.

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